KW 28: Mehr Auswahl beim Abi, im Gespräch mit Schulsenatorin Sandra Scheeres, Fahndung nach Überfall

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Liebe Leser, schon seit fünf Jahren können SchülerInnen des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums drei statt der üblichen zwei Leistungsfächer belegen. Dadurch sind die Jugendlichen breiter aufgestellt, können sich auch mal Ausfälle erlauben und profitieren insgesamt mehr von der Vertiefung in bestimmte Schulstoffe. Einige Berliner Schulen sind bereits nachgezogen, so das Albrecht-Dürer-Gymnasium in Neukölln und das Humboldt-Gymnasium in Tegel. Nun soll es berlinweit möglich werden, drei Leistungskurse zu belegen. Kleine Fortschritte wie diese sind sicher begrüßenswert, doch ist zu überlegen, ob das deutsche Schulsystem, immerhin ein Überbleibsel aus der Kaiserzeit, nicht grundsätzlich an zu vielen Zwängen und sinnlosen bis kontraproduktiven Vorgaben krankt. Und ob kleine Verbesserungen am System nicht dazu führen, dass das es als solches noch manifestiert wird? Oder kann eine grundsätzliche Änderung nur in kleinen Schritten herbeigeführt werden? Jedenfalls erstmal viel Spaß beim Lesen!

\ PANKOW AKTUELL /

Vorbild Rosa-Luxemburg-Gymnasium: Mehr Auswahl beim Abi.  Die Bildungsverwaltung gibt zum neuen Schuljahr allen Gymnasien und Sekundarschulen die Möglichkeit, ihren Schülern drei statt zwei Leistungskurse anzubieten. Damit soll die bislang sehr hohe Zahl der Schüler, die wegen einer falschen Kurswahl ein Jahr wiederholen, gesenkt und gleichzeitig das Gesamtangebot an Leistungskursen pro Schule erhöht werden. Auch würden würden so die Kombinationsmöglichkeiten erweitert. tagesspiegel.de

Bus der Begegnungen: Für eine freie Gesellschaft durch die Region rollen. Eine Gruppe von 15 Ehrenamtlichen will auf ihrer Regio-Tour für ein Zusammenkommen und eine friedliche Diskussionskultur werben. Viele der Mitreisenden bezeichnen sich selber als „People of Color“, ein Begriff für Menschen, die aufgrund ethnischer Zuschreibungen Rassismus ausgesetzt sind. Shai Hoffmann, der Initiato des Projektes, ist jüdisch. Losgehen soll die Reise des „Bus der Begegnungen“ am 11. September in Anklam, weiter geht es über Neubrandenburg, Greifswald, Rostock, Schwerin und Neuruppin, bevor er am 17. wieder in Berlin eintrifft, in Pankow. tagesspiegel.debus-der-begegnungen.de

Interview mit Schulsenatorin Sandra Scheeres. Die Pankower SPD-Politikerin ist im Senat eigentlich „nur“ für innere Schulangelegenheiten verantwortlich, als etwa für die Einstellung von Lehrkräften und die Inhalte und Qualität des Unterrichts. Doch sie hat sich entschlossen, auch beim Thema Schulbau und Schulsanierung einzugreifen. Dafür musste der Sanierungsbedarf  zunächst systematisch erfasst werden. Bekanntermaßen stellte sich dabei heraus, dass fast alle Bezirke eklatanten Sanierungsstau bei den Schulgebäuden zu verantworten haben. Nun verteidigt Scheer das Vorhaben des Senats, den Bau und die Sanierung der Gebäude aus der Verantwortung der Bezirke zu nehmen. morgenpost.de

Prenzlauer Berg, Spielplatz, Bifi. Eine gute Konstellation für ein Sozialexperiment über die Füttergewohnheiten hier ansässiger Eltern. tagesspiegel.de
Sanierung des Kulturhauses beginnt im Herbst. Im dritten Quartal sollen die Bauarbeiten am Kulturhaus „Peter Edel“, Berliner Allee 125, beginnen. morgenpost.de
Historisches Fotografien. In der Reihe „Florakiz historisch“ stellt der Blog Florakiez.de in unregelmäßigen Abständen Bilder des Kiezes vor. Diesmal ein Blick auf die damals im Abriss befindlichen Häuser der Wollankstraße 23 und 101 aus dem Jahre 1964. florakiez.de

Rentner getötet, Rente kassiert: Anklage erhoben.  Zehn Jahre lag die zerstückelte Leiche eines Berliner Rentners unbemerkt in einer Tiefkühltruhe. Und die ganze Zeit soll der mutmaßliche Mörder die Rente seines Opfers kassiert haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt den 56-Jährigen angeklagt – wegen Mordes aus Habgier und Heimtücke in Tateinheit mit besonders schwerem Raub, wie Gerichtssprecherin Lisa Jani am Dienstag sagte. bz-berlin.de

Fahndung: Lieferfahrer überfallen.  Am 19. Mai, kurz vor 6 Uhr verließ ein 52-Jähriger Backwarenlieferant ein Geschäft im U-Bahnhof Pankow, aus welchem er soeben die Einnahmen abgeholt hatte. Als er sein Lieferfahrzeug erreichte, tauchte plötzlich ein Unbekannter vor ihm auf, zog ihn an einen Zaun und forderte unter Vorhalt eines Messers die Herausgabe des Geldes. Das Opfer händigte ihm die Einnahmen aus, woraufhin der Unbekannte mit seiner Beute über die Berliner Straße in Richtung Vinetastraße flüchtete. Nun sucht die Polizei mit einem lustigen Phantom-Bild nach dem Räuber: berlin.de/polizei

\ SPORT /

Spiel- und Bolzplätze: Wiedereröffnungen. Seit Herbst 2016 wurde die Anlage am Fröbelplatz für 340.000 Euro umgebaut. Ab Mittwoch, dem 12. Juli, 16 Uhr,  kann nun wieder gespielt werden. Auch der Regenbogenspielplatzes im Mauerpark wird wiedereröffnet. Am Freitag, den 14. Juli um 15 Uhr wird die Anlage eingeweht. Sie wurde im Herbst 2015 aus geschlossen und für 59.000 Euro renoviert.

Vorbild Bezirksamt Pankow. In einem wütenden Brief haben sich Sportvereine an das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. Sie echauffierten sich über die teilweise extrem langsam voranschreitenden Sanierungen ihrer Hallen. Ein Bezirk wie Pankow habe vier freigeräumte Hallen innerhalb von fünf Wochen saniert und dem Sport wieder zur Verfügung gestellt, hieß es in dem „Weckruf“ überschriebenen Brief. tagesspiegel.de

\ STADTLEBEN /

Gentrification in der Langhansstraße. Die Mieter der Straße in Weißensee treibt die Sorge um, dass bald auch ihr Wohnhaus saniert werden könnte. Denn auf eine Sanierung folgt unweigerlich die Mieterhöhung. Laut Bezirksamt Pankow zogen zwischen 2009 und 2015 mehr als 28.000 Menschen nach Pankow. Auch im Gebiet Langhansstraße rechnen Investoren mit Zuzüglern. An der Behaimstraße, Börne­straße und Rossinistraße entstehen gerade 65 Eigentumswohnungen. Kaufpreise liegen zwischen 250.000 und 500.000 Euro. Drei Zimmer für 300.000 Euro im Schnitt. Kaum ein Alteingesessener in dem Weißenseer Kiez kann sich das leisten. morgenpost.de

Das geheime Roma-Dorf in den Bahn-Ruinen von Pankow. Die Headline war so gut, da fiel uns keine bessere ein. Die B.Z. berichtet vom Gelände rund um den kreisrunden Lokschuppen in Pankow-Heinersdorf. Hier soll das  „Pankower Tor“, ein 500-Millionen-Bauprojekt. Doch leben hier in den Ruinen Menschen, wie erst kürzlich öffentlich bekannt wurde. Einem Mann waren Wäscheleinen aufgefallen, die neben einem der ehemaligen Verwaltungsgebäude gespannt waren. „Da dachte ich, da leben ja Menschen!“, sagt er B.Z., an die er sich wendete, weil die Polizei sich nicht zuständig fühlte. bz-berlin.de

Theater: Dein Abenteuer mit den Improvisionären. „Die Improvisionäre sind die witzigste, originellste, einzigartigste und bescheidenste Improvisationstheatergruppe der Welt.“ Für Kinder ab 5 Jahre. Samstag, 15. Juli, 16 Uhr in der Brotfabrik. brotfabrik-berlin.de
Festival: Mississippi Blues & BBQ. Blues-Größen geben sich hier das musikalische Stelldichein. Sonntag, 16. Juli, 15 Uhr im Kesselhaus. kesselhaus.net
Straßenfest in der Bötzowstraße. Veranstaltet von der Kurt-Schwitters-Schule. Montag, 17. Juli, 16 Uhr bis 20 Uhr. berlin.de

Wir wünschen Ihnen eine besonders gute Woche! Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf pankow-journal.de erledigen.

Wie es bisher läuft, funktioniert es doch nicht.
Schulsenatorin Sandra Scheer verteidigt das Vorhaben des Senats, Schulbau und -sanierung selbst in die Hand zu nehmen.
morgenpost.de

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