KW 22: Zu wenig Schulen, Spielplatzmangel, Weltkriegsbombe gefunden, Tulpen-Massaker von Prenzlauer Berg

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Liebe Leser, Pankow ist bekanntlich ein besonders familienreicher Bezirk. Es wundert angesichts Berliner Verhältnisse also nicht, dass es auch hier zu wenige Schulen gibt. In diesem Schuljahr werden einige Erstklässler nicht in der Schule ihres Einzugsgebietes eingeschult werden können. Doch nicht nur Lehrstätten mangelt es. Auch funktionale Spielplätzen sind zu selten. Viele Anlagen sind gesperrt und müssen saniert werden. Doch bevor das geschieht, baut die Stadt munter neue Spielplätze. Ab 2019 können die Kindern dann wieder tollen. Bis dahin: Playstation. Viel Spaß beim Lesen!

PANKOW AKTUELL /

Die Schulen sind knapp. In Pankow, Lichtenberg, Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Steglitz-Zehlendorf werden in diesem Schuljahr voraussichtlich nicht alle Erstklässler einen Platz in der Schule ihres Einzugsgebietes erhalten. In weiteren Bezirken wird es zumindest für die Geschwisterkinder eng. Das ergab eine Tagesspiegel-Umfrage in allen zwölf Schulämtern. tagesspiegel.de

Doch auch die geplanten neuen Schulen werden nicht reichen. Das sieht jedenfalls Stadtrat Torsten Kühne (CDU) so. „Ich bräuchte locker 20 Schulen“, lässt er sich von Neues Deutschland zitieren. neues-deutschland.de

Weißensee: Spielplätze sind marode, neue werden gebaut. Drei der wichtigsten Anlagen in der Umgebung sind gesperrt, aber 200.000 Euro fließen in eine neue. Grund genug für B.Z., von einer „absurde Spielplatz-Posse“ zu sprechen. Aktuell sind 24 Spielplätze im Bezirk Pankow zumindest teilweise gesperrt. Bei den meisten Spielplätzen ist nicht absehbar, wann sie wieder geöffnet werden. Das Problem: Es fehlt Geld. Warum fast eine viertel Million für einen neuen Spielplatz übrig sind? Vollrad Kuhn (60, Grüne), Stadtrat für Pankow erklärt: „Die Mittel für den Neubau können aus rechtlichen Gründen nicht für die Sanierung verwendet werden.“ bz-berlin.de

Paul-Gerhard-Kirche: Christlich-islamische Schulfeier. Christen und Muslime feiern eine gemeinsame Andacht: Diese Idee haben Lehrerinnen und Schüler am Rande des Evangelischen Kirchentags realisiert. Einen Imam oder einen Pfarrer brauchten sie dafür nicht. Die Religionslehrerin Bahar Kaygusuz erzählt, dass sie und die anderen Muslime als Kinder immer die christlichen Gottesdienste besucht hätten, die im Rahmen der Schule angeboten wurden: „Aber wir waren immer passiv in der Kirche. Wir saßen und haben zugeschaut. Wir haben nie mitgemacht, wurden aber auch nicht miteinbezogen. Aber jetzt ist es nicht so. Jetzt sind wir aktiv dabei. Und das ist das Schöne daran, dass wir das erreicht haben.“ deutschlandfunk.de

BVV: SPD will drei Wohngebiete unter sozialen Schutz stellen.Für Pankow-Süd, Langhansstraße und Komponistenviertel soll ein sofortiger Schutz erreicht werden. morgenpost.de
Decke eingestürzt: Späti in der Kanzowstraße. Aus bisher unbekannten Gründen, krachte Plätzlich die Decke ein. Verletzt wurde niemand, doch Yunus Uygur  steht nun vor den Trümmern seiner Existenz. berliner-zeitung.de
Jens Mühling in Buch. 96 Ortsteile hat die Stadt. Der Kolumnist bereist sie alle – von A wie Adlershof bis Z wie Zehlendorf. Diesmal nimmt er ein Buch-Buch in die Hand. tagesspiegel.de

Weltkriegsbombe in Prenzlauer Berg gefunden. An der Conrad-Blenkle-Straße in Prenzlauer Berg ist am vergangenen Mittwochvormittag eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Spezialisten des Berliner Landeskriminalamts (LKA) seien vor Ort, meldete die Polizei via Twitter. Gegen 11.30 Uhr gab es Entwarnung. Die Bombe könne problemlos abtransportiert und gesprengt werden, twitterte die Polizei. morgenpost.de

Im Flüchtlingsheim randaliert. Am vergangenen Dienstag hat  ein 34-Jähriger in einem Flüchtlingsheim in der Rennbahnstraße zunächst einen Sicherheitsmitarbeiter angegriffen und anschließend randaliert. Er war mit einem Messer bewaffnet, welches ihm von einem Zeugen abgenommen werden konnte, wobei sich dieser Schnittwunden zuzog. Nachdem der Angreifer Stühle und Fensterscheiben des Heims zerstört hatte, ergriff er die Flucht, konnte jedoch am Folgetag in seiner Wohnung gestellt werden. berlin.de

SPORT /

Tanzen, Rugby und Judo: Schnupperangebote in den Pankower Kiezen. Vom 3. bis 10. Juni steht Berlin im Zeichen des Sports. In der Hauptstadt findet das Internationale Deutsche Turnfest statt.Neben den zentralen Veranstaltungen gibt es auch Mitmach-Angebote in den Kiezen. Vereine aus dem Bezirk laden die Pankower ein, Sportarten auszuprobieren. So bietet etwa einer der erfolgreichsten Deutschen Rugby-Klubs, der RK 03 Berlin, an drei Tagen ein Schnuppertraining für Kinder und Jugendliche an. Das findet jeweils auf der Rugbyanlage in der Hansastraße 190 statt: am 5. Juni um 17 Uhr für die unter Achtjährigen, am 6. Juni ab 17 Uhr für ab 13-jährige und am 8. Juni ab 16.30 für ab Neunjährige. Mehr Tipps gibt es hier: berliner-woche.de

Eiskunstläuferin berichtet aus ihrem Leben. Die 60-jährige Christine Stüber-Errath gilt als die erfolgreichste Berliner Eiskunstläuferin. Mittwoch, 31. Mai, 17 Uhr im Frei-Zeit-Haus. berliner-woche.de

STADTLEBEN /

Berliner Sommer-Orte. Die Hauptstadt hat nicht nur buntes Treiben, Lärm und Stress zu bieten. Es gibt auch den einen oder anderen erholsamen Rückzugsort. Einer davon liegt laut Tagesspiegel in Pankow: „Der überschaubare Botanische Volkspark Blankenfelde besitzt kleine Attraktionen wie Rehgehege und eine „Geologische Wand“, ist aber auch an den schönsten Sommertagen nicht überlaufen. Ein echter Geheimtipp, umso mehr, als sich im rekonstruierten mittleren Gewächshaus aus den Zwanzigern ein Café versteckt, das es in Kaffee- und Kuchenkultur mit Cafés der Innenstadt aufnehmen kann.“ tagesspiegel.de

Gunnar Möller gestorben. Der Berliner Schauspieler wurde 88 Jahre alt und lebte in Pankow. Er stand praktisch seine ganzes Leben lang auf der Bühne und fand im Alter seine Paraderolle als Loriot in „Loriots dramatische Werke“, die er seit 1989 aufführte. Schon als Steppke spielte der Sohn eines Berliner Augenoptikers aus Neukölln in Ufa-Filmen, u. a. neben Hardy Krüger in „Junge Adler“. Über die Propagandafilme der Frühzeit hat er später nicht gern gesprochen, offenbar entsprang die Verpflichtung der Tatsache, dass Gunnar Möller rein optisch dem Ideal der Machthaber sehr nahekam. Jedenfalls war Möller als 15-Jähriger im Volkssturm verheizt und verwundet worden. Mit den Anti-Kriegsfilmen „Hunde, wollt ihr ewig leben“ (1958) und „Nacht fiel über Gotenhafen“ (1959) hatte Möller die Vergangenheit aufgearbeitet.  bz-berlin.de

Verkehrssicherungspflicht oder Tulpen-Massaker? Vermutlich beides. Jedenfalls hinterließen die Arbeiter in der Belforter Straße und Knaackstraße in Prenzlauer Berg im Auftrag des Ordnungsamtes vergangene Woche nichts als graubraune Erde. Kleine, teils schon bunt blühende Beete machten sie nieder. Unangekündigt waren die Baumscheiben „gesäubert“ worden. Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Vollrad Kuhn (Grüne) zog nach wütednem Bürgerprotest die Notbremse und stoppte die Baumscheiben-Rodung. Allerdings seien bei der Straßengärterneri Regeln einzuhalten. So sollen die Beete nicht durch Zäunchen eingefasst werden, um Stolper- und Verkehrshindernisse zu vermeiden. Nur maximal 50 Zentimeter hohe Pflanzen sind wegen möglicher „Sichteinschränkung“ erlaubt. tagesspiegel.deberlin.de (Regeln für die Begrünung und Pflege von Baumscheiben)

Treffen mit dem Jazzgitarristen Kalle Kalima. Seit 20 Jahren lebt der Musiker in einem Häuschen in Pankow mit Garten für die beiden Kinder. Fast ebenso lange gehört er zu den Aushängeschildern der Berliner Jazzszene, obwohl er meist international unterwegs ist. Seine nächsten Konzerte sind in Wien, Zürich, Frankfurt und Passau. Polen und Mexiko folgen. Aber vorher tritt er endlich wieder einmal in Berlin auf: beim Festival Jazzdor Strasbourg-Berlin, das am Dienstag, den 30. Mai beginnt, spielt er mit seinem Trio und dem französischen Posaunisten Yves Robert als Gast. Konzert: 31.5., 20 Uhr, Kesselhaus der Kulturbrauerei. Festival Jazzdor Strasbourg-Berlin 30.5. bis 2.6. im Kesselhaus. Info: www.jazzdor-strasbourg-berlin.eutagesspiegel.de

Flohmarkt in Karow. Schätze finden, Leute treffen. Freitag, 2. Juni,  10 Uhr bis 16 Uhr in der Achillesstraße. berliner-woche.de
Konzert: LouLou außer Rand und Band! Konzert-Performance mit Texten von F. Wedekind, G. Benn und Musik von Bach bis Björk. Freitag, 2. Juni, 20 Uhr in der Brotfarbik. brotfabrik-berlin.de
Lesung: Uljana Wolf und Donna Stonecipher. Lesung und Gespräch in der Reihe „Auslandssprachen“. Samstag, 3. Juni, 20 Uhr im Ausland. ausland-berlin.de

Wir wünschen ihnen eine erfrischende Woche! Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf pankow-journal.de erledigen.

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